Stückbeschreibung
Ein Blick in das Jahr 1975.In Hoheneck, hinter den hässlichen, dicken Mauern mit den vergitterten Fenstern, die über der Stadt Stollberg thronen, ist Linde eingesperrt. Sie ist keine Mörderin, keine Diebin, keine Betrügerin. Zur gleichen Zeit sitzt ihr Verlobter Jürgen knapp 200 Kilometer entfernt in Cottbus hinter Gittern.
Das Vergehen der beiden besteht darin, dass sie nicht bereit sind, auf Weisung der herrschenden Partei den Kontakt mit Jürgens Vater abzubrechen. Dieser aber wohnt in Hannover, im anderen Teil, des durch den Zweiten Weltkrieg getrennten
Deutschlands – hinter dem Eisernen Vorhang.
Als sich das Paar auf den Weg zu einem Urlaub in Ungarn begibt, um sich mit dem Vater auf ein paar schöne, gemeinsame Stunden zu treffen, klicken die Handschellen der Staatssicherheit. Nicht an einer Landesgrenze, sondern mitten in Thüringen …
Das vorgestellte Buch ist nicht frei erfunden, es erzählt die Geschichte und von den Leidenswegen der Familie, reicht zurück bis nach Schlesien im Jahr 1874